Serielle Sanierung Wohngebäude | © Arch. Regine Stoiber

Serielle Sanierung Wohngebäude

Große Wirkung mit minimaler Beeinträchtigung

Innovativ: Eine Sanierung der Gebäudehülle mit minimaler Beeinträchtigung für die Nutzer und einer künftigen Energieeinsparung von 90-95 % sind die zentralen Vorteile eines Projekts der Baugenossenschaft München-Schwabing eG. Ermöglicht wird dies durch die Einhüllung eines bestehenden Gebäudes mit vorgefertigten Wandelementen aus Holz.

Das 1969 errichtete Gebäude Bauteil 6 in der Münchner Brunnerstraße, nahe dem Luitpoldpark, umfasst 15 Wohnungen. In den vergangenen 50 Jahren wurden am Gebäude nur notwendige Sanierungen durchgeführt, da die Genossenschaft andere, ältere Bestände priorisieren musste. 2025 wird nun eine Umhüllung des Gebäudes mit vorgefertigten Holzrahmenelementen realisiert. Dadurch verkürzt sich die Bauzeit erheblich, was die Beeinträchtigung der Bewohner auf ein Minimum reduziert. Im Zuge der Sanierung wird außerdem die Gebäudetechnik vereinfacht: Die Lüftungsanlage der Garage kann entfallen, und die Zentralheizung wird künftig mit einer Wärmepumpe statt mit Gas betrieben.

Das Projekt sieht keine Veränderung der Wohnungsgrundrisse vor. Nur die bestehenden Loggien im obersten Geschoss werden geschlossen, wodurch sich die Wohnfläche leicht erhöht. Die alten Stahlbetonbalkone werden entfernt und durch einen vorgestellte Balkonstruktur ersetzt, die ihre vertikalen Lasten in den Boden ableitet und nur die Horizontallasten auf das Gebäude überträgt. Zur Freude der Bewohner werden die neuen Balkone größer sein als die bestehenden.

Das wiederkehrende Auftreten von Problemen am Flachdach wird durch das Aufsetzen eines flachen Satteldachs gelöst, das zudem eine optimale Installation von Photovoltaikmodulen ermöglicht. Nach der Sanierung erfüllt das Gebäude den KfW Effizienz Haus 55 Standard, unter anderem durch eine 28 cm starke Wärmedämmung und Holz-Alu-Fenster mit Dreifachverglasung.

Um die vorgefertigten Wandelemente passgenau an den Bestand anzupassen, führt LignoAlp ein digitales Gebäudeaufmaß mit Laserscanner durch. Fenster, Balkontüren mit Raffstoren sowie dezentrale Lüftungsgeräte mit mindestens 70% Wärmerückgewinnung werden bereits im Werk eingebaut, ebenso wird der Grundputz dort aufgebracht. Vor Ort erfolgt lediglich die farbige Endbeschichtung der Fassade.

Auch das neue Satteldach wird als vorgefertigte "Multibox"-Konstruktion geliefert, wodurch die Bauzeit weiter verkürzt wird. Da beim Dach keine besonderen Brandschutzanforderungen zu erfüllen sind, erfolgt die Wärmedämmung mit Zellulose, die bereits im Werk eingeblasen wird. Durch diese Maßnahme kann die Förderung der Stadt München für nachwachsende Rohstoffe bestmöglich genutzt werden. 

Die Montage der vorgefertigten Fassadenelemente ist für August 2025 geplant.

Luftfoto einer bestehenden Wohnanlage | © Baugenossenschaft München-Schwabing eG
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